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1 Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und Unternehmensethik 

Einführung von Mitteln und Politiken zur Vermeidung der Risiken der passiven oder aktiven Korruption, des unlauteren Wettbewerbs, der Einflussmechanismen des Unternehmens und der Verantwortung seines Führungspersonals (Lobbying), des Betrugs sowie der Embargoregelungen.

2 Öffentliches Engagement

Einführung von Rahmenregelungen für das Engagement der Organisation in politischen Vorgängen oder öffentlichen Forderungen und Diskussionen im weiteren Sinne, um Verhaltensweisen vorzubeugen, die auf Manipulation, Einschüchterung und Zwang beruhen und der öffentlichen Debatte bzw. der Organisation abträglich sein könnten.

3 Schutz von Daten und Privatsphäre sowie verantwortungsvolle Datennutzung

Umsetzung einer Politik und konkreter Maßnahmen zur Gewährleistung des Schutzes der personenbezogenen Daten und der Privatsphäre von Nutzern, Kunden und Personal sowie eine transparente, gut durchdachte Datennutzungspolitik.

4 Achtung der Eigentumsrechte

Eigentumsrechte beziehen sich sowohl auf materielles als auf geistiges Eigentum. Sie umfassen Rechte an Grundstücken und sonstigen Sachanlagen, Urheberrechte, Patentrechte, Urheberpersönlichkeitsrechte und sonstige. Sie betreffen auch vom Gesetz nicht immer anerkannte Rechte wie zum Beispiel bezüglich des überlieferten Wissens spezifischer Gruppen (indigene Bevölkerung zum Beispiel) oder des geistigen Eigentums von Mitarbeitern und anderen Personen.

5 Vergütungen, Sozialschutz

Alle Errungenschaften, die für sozialen Basisschutz, Vergütungen und Vorteile die Gewährleistung eines Mindestniveaus erlauben, das in allen Ländern in Anbetracht der lokalen Lebensstandards ausgewogen und fair ist.

6 Arbeitsplatzschaffung

Beschäftigung ist stark von der wirtschaftlichen Konjunktur abhängig: mit der Schaffung von Arbeitsplätzen kann die Organisation zur Verringerung der Armut und zur Förderung der wirtschaftlichen Konjunktur beitragen. 

7 Personalentwicklung

Die Entwicklung der Kompetenzen ist ein wesentlicher Faktor bei der Beschäftigungsför¬derung. Sie unterstützt die Menschen nicht nur durch Gewähr¬leistung eines ange¬messenen und produktiven Arbeitsplatzes, sondern bietet ihnen durch die Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit auch mehr Wahlmöglichkeiten.

8 Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit

Die Organisation setzt sich gegen jede Form von Diskriminierung bei der Einstellung und beim Karriereverlauf ein. Sie engagiert sich besonders für Vielfalt, Gleichbe¬hand¬lung der Per¬so¬nen sowie Integration und Weiterbeschäftigung von Behinderten am Arbeitsplatz.

9 Sicherheit und Gesundheit, Lebensbedingungen und Lebensqualität am Arbeitsplatz

Die Organisation ergreift Maßnahmen, um durch das Arbeitsumfeld verursachten Unfällen für Sicherheit und Gesundheit vorzubeugen und fördert das körperliche, psychische und soziale Wohl des Personals.

10 Sozialer Dialog

Einführung von Regelungen für einen konstruktiven Dialog zwischen der Direktion und den Mitarbeitern, die bei Verhandlungen, Anhörungen und beim Austausch über Themen gegenseitigen Interesses verschiedene Arbeitnehmerkategorien vertreten. 

11 Beziehungen zwischen Managern und Mitarbeitern

Die Beziehungen zwischen Managern und Mitarbeitern bedeuten für beide Parteien sowohl Rechte als Pflichten im Interesse der Organisation und der Gesellschaft. Die Organisation achtet darauf, die Einhaltung der verordnungsrechtlichen Aspekte und die Fairness sowohl des Arbeitsklimas als auch der Regeln für Arbeitsbeziehungen und  bedingungen zu gewährleisten.

12 Sorgfalts- und Schutzpflicht gegenüber Whistleblowern

Die Organisation untersucht im Sinne ihrer sozialen Verantwortung konkrete - ggf. negative - Auswirkungen ihrer Tätigkeiten und handhabt sie so, dass jede Gefahr von sozialen Schäden oder Umweltschäden möglichst niedrig gehalten oder ganz ausgeschlossen wird. Wenn der Organisation ein Alarm gemeldet wird, setzt sie Verfahren zum Schutz der Mitarbeiter bzw. ganz allgemein jeder Partei ein, die an der Alarmauslösung teilgenommen hat.

13 Lösung von Beschwerdepunkten

Die Organisation führt Verfahren ein, damit interne und externe Akteure Kontakt aufneh¬men und alle Fakten bzw. Handlungen mitteilen können, die die Aufmerksamkeit bzw. ggf. eine Maßnahme der Organisation erfordern.

14 Menschenrechte und Grundlegende Rechte bei der Arbeit

Die Organisation setzt die von der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ermittelten und festgelegten grundlegenden Rechte bei der Arbeit um. Es handelt sich um folgende Rechte: Vereinigungsfreiheit und effektive Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen; Abschaffung aller Formen von Zwangs- oder Pflichtarbeit; effektive Abschaffung der Kinderarbeit; und Abschaffung jeglicher Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf.

15 Corporate Governance

Das Unternehmen setzt eine interne Organisation und Verfahren um, die den Rahmen der Direktions-, Verwaltungs- und Kontrollmethoden des Unternehmens bilden. Diese Methoden sind dazu vorgesehen, die Nachhaltigkeit der Tätigkeit für alle Akteure durch Gewährleistung der Integration, Optimierung und Transparenz der finanziellen und nichtfinanziellen Performance, der globalen Strategie und der Risikokontrolle sicherzustellen.

16 Regionale Verankerung und Förderung der sozialen Verantwortung im Einflussbereich 

Die Organisation erkennt den Wert der Gemeinschaft an; sie ermittelt, wer aus dieser Gemeinschaft zu ihren Akteuren gehört und legt Dialoginstrumente fest, unterstützt lokale Maßnahmen nach dem Prinzip, dass Organisation und Akteure der Gemeinschaft gemeinsame Interessen haben. Die Organisation kann andere Organisationen beeinflussen, indem sie ihre Entschei¬dungs¬prozesse entlang der Wertekette durchführt und den Begriff des verantwortungs¬vollen Verhaltens in größerem Maßstab fördert.

17 Zugang zu Bildung und Kultur

Die Organisation führt Mittel für den Zugang zu Kultur, Wissen und Bildung ein, damit jede Person ihr Potenzial entwickelt und zur Gesellschaft beiträgt.

18 Zugang zu Grundversorgungsleistungen

Grundversorgungsleistungen sind lebenswichtige Versorgungsleistungen, die für ein angemessenes, würdiges Leben unverzichtbar und ein Grundelement im Kampf gegen die Armut sind:  Zugang zu Trinkwasser, Energie, Gesundheitsversorgung, Abwasserreinigung, zu Möglichkeiten, die täglichen Wegstrecken zurückzulegen, zu kommunizieren bzw. sich zu informieren.

Die Organisation bringt sich in ihrem Einflussbereich (Personal, Kunden, Zulieferer, Gebiete, usw.) in den Zugang zu diesen Grundversorgungsleistungen ein, besonders was den Zugang zur Energie betrifft, einer Branche nahe an ihrem Kerngeschäft.

19 Schaffung von Reichtum und Einkommen

Die Organisation führt Prozesse ein, die beispielsweise die Unterstützung von Unternehmensgründungen, die Gewährleistung einer gerechten Verteilung der Gewinne aus der Wirtschaftstätigkeit (z.B. in Form von Abgaben, Gehältern und Gewinnen) erlauben. Für Regierungen bedeutet dies Einnahmen, mit denen entscheidende Fragen der Entwicklung behandelt werden können. 

20 Gute Marketing-, Informations- und Vertragspraxis

Die Organisation setzt beim Marketing, bei der Beistellung konkreter, nicht verzerrter Informationen und bei Verträgen die gute Praxis um. Sie stellt dem Verbraucher in transparenter und verständlicher Weise Informationen über Produkte und Services zur Verfügung, mit denen er fundierte Entscheidungen treffen kann.

21 Schutz der Verbrauchergesundheit und  sicherheit

Die Organisation erstellt Regeln zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher. Dazu gehört: die Lieferung sicherer Produkte und Services, die kein unannehmbares Schadensrisiko bergen, wenn sie wie vorgeschrieben bzw. angegeben installiert und benutzt werden, aber auch wenn sie in vorhersehbarer Weise falsch benutzt werden, sowie die Schulung von Installateuren (beispielsweise für diese Produkte).

22 Aufklärung und Sensibilisierung

Die Organisation setzt Initiativen zur Aufklärung und Sensibilisierung um, bei denen der Verbraucher korrekt informiert und das Bewusstsein seiner Rechte und seiner Verantwortung stimuliert wird, damit er Kaufentscheidungen in Kenntnis der Sachlage treffen und nachhaltig konsumieren kann.

23 Nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Konsum ist der Verbrauch von nur so vielen Produkten und Ressourcen, wie für die nachhaltige Entwicklung tragbar sind. Der Begriff kommt vom Grundsatz 8 der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung. Darin steht, dass die Staaten nicht nachhaltige Produktionsweisen und Konsumgewohnheiten abbauen und beseitigen sollten, um nachhaltige Entwicklung und eine höhere Lebensqualität für alle Völker herbeizuführen.

Die Organisation setzt eine Strategie um, damit von ihr angebotene Produkte und Dienstleistungen sowie von ihr an den Verbraucher gelieferte Produktionsweisen und die Art der von ihr beigestellten Informationen im Rahmen des nachhaltigen Konsums bleiben.

24 Verantwortungsvolle Beschaffung

Die Organisation führt Beschaffungsverfahren ein, die ausgeglichene Beziehungen mit den Lieferanten gewährleisten und Anforderungen sowie Kriterien für den Schutz und die Verbesserung der Umwelt, des sozialen Fortschritts und der wirtschaftlichen Entwicklung enthalten. 

25 Entwicklung und Zugang zu Technologien

Das zeitgenössische Leben ist vorwiegend von Informations- und Kommunikations¬tech¬no¬logien gekennzeichnet. Sie stellen also eine wertvolle Grundlage für viele Wirt¬schafts¬tätigkeiten dar. Durch Produktangebote, Schulungen, Partnerschaften und andere Initiativen kann die Organisation ihren Beitrag für den besseren Zugangs zu diesen Technologien leisten.

26 Kundendienst, Unterstützung und Lösung von Reklamationen und Streitfällen für Verbraucher

Um den Bedarf der Verbraucher nach dem Produktkauf bzw. der Leistungserbringung zu befriedigen bietet die Organisation einen Kundendienst sowie Unterstützung und Lösung von Reklamationen und Streitfällen.

27 Innovation

Die Organisation überdenkt ihre Positionierung ununterbrochen. Megatrends in ihrem Tätigkeitsbereich berücksichtigt sie in ihrer Strategie, besonders in der Form strategischer Partnerschaften, um technologische Innovation zu stimulieren.

28 Fälschungsbekämpfung

Fälschungen, von welcher Art sie auch seien, stellen eine schwere Verletzung der geistigen Eigentumsrechte der Organisation dar. Die Folgen von Fälschungen können für das Markenimage schwerwiegend sein, was die Echtheit der Erzeugnisse, die Verunsicherung der Verbraucher durch die mit gefälschten Produkten verbundenen Gefahren, Verluste von Marktanteilen, usw., angeht. 

Die Organisation setzt Prozesse um, mit denen Fälschungen ermittelt und beseitigt werden können und mit denen über sie informiert werden kann.

29 Dialog mit Beteiligten

Die Organisation führt einen offenen, transparenten und kontinuierlichen Dialog mit den Beteiligten (Kunden, Lieferanten, Volksvertreter, usw.) ein, um ihrem Bedarf und ihren Erwartungen, was Politik, Programme oder auch Unternehmensstrategie angeht, Rechnung zu tragen.

30 Bekämpfung des Klimawandels und Energiewende

Die Organisation beurkundet, dass die durch menschliche Tätigkeiten verursachten Treib¬hausgasemissionen die wahrscheinlichste Ursache des globalen Klima¬wan¬dels sind und Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Tätigkeit haben. Sie verpflichtet sich deshalb, diese Auswirkungen durch geeignete Mittel abzuschwä¬chen. 

31 Nachhaltige Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Alle Aktionen und Verarbeitungen, die unter Beschränkung der negativen externen Effekte und des Verbrauchs von Ressourcen (Wasser, Rohstoffe, usw.) eine Fortführung der Wertschöpfung für verschiedene Akteure der Wirtschaft (darunter die Endverbrau¬cher) erlauben. Die Organisation setzt Prozesse für die Herabsetzung des Ressourcenverbrauchs und die Optimierung des Abfallmanagements um.

32 Vermeidung von Umweltverschmutzung

Die Organisation verbessert ihre Umweltleistungen durch die Verhinderung von Umweltverschmutzung. Zur Umweltverschmutzung tragen zum Beispiel Luft- und Wasseremissionen, Abfallerzeugung, Emissionen in den Boden und das Erdreich, Anwendung und Entsorgung giftiger und gefährlicher Chemikalien und andere durch die Tätigkeit der Organisation sowie ihrer Zulieferer und Nachunternehmer, durch ihre Produkte und Services hervorgerufene Verschmutzungsquellen bei.

33 Schutz und Wiederherstellung von natürlichem Lebensraum

In den letzten 50 Jahren führte die immer weiter ansteigende weltweite Nachfrage nach natürlichen Ressourcen auf der Erde zu einem beträchtlichen, oft nicht mehr rückgängig zu machenden Verlust an Lebensraum und Artenvielfalt. Die Organisation kann für den Schutz und die Wiederherstellung von natürlichem Lebensraum und Ökosystemen handeln.